Prof. emer. Dr. Ludwig Danzer

Universität Dortmund
Fachbereich Mathematik
Arbeitsgebiet: Diskrete Geometrie
D - 44221 Dortmund
Raum: M 1031
Tel.: ..49-231-755-3067
Fax: ..49-231-755-5921
E-Mail: Danzer@math.uni-dortmund.de

Nachruf

Die Technische Universität Dortmund und die Fakultät für Mathematik trauern um

Universitätsprofessor em.
Dr. Ludwig Danzer

* 15. November 1927 † 03. Dezember 2011

Prof. Ludwig Danzer kam 1969 an die noch junge Universität Dortmund und gehört zu den Gründungsprofessoren der damaligen Abteilung Mathematik. 24 Jahre lang war er Inhaber des Lehrstuhls Geometrie.

Als erster Dekan der Mathematik und Prorektor von Prof. Martin Schmeißer hat er die Universität bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1993 entscheidend mitgeprägt. Er war Mitglied des Konvents und des Senats und erwarb sich in dieser Zeit den Ruf eines hochschulpolitisch versierten und äußerst geschätzten Experten. Auch für die Belange von Studierenden hat er sich persönlich wie hochschulpolitisch eingesetzt.

Prof. Ludwig Danzer zählte zu den wichtigsten Vertretern seines Fachs in Deutschland. Seine fundamentalen Beiträge zu zahlreichen Fragen der Diskreten Geometrie, insbesondere zur Erforschung geometrischer Modelle zur atomaren Struktur der 1984 entdeckten Quasikristalle, verschafften ihm eine hohe nationale wie internationale Reputation.

Die TU Dortmund verliert mit ihm eine ihrer ganz besonderen und hochgeschätzten Persönlichkeiten. Universität und Fakultät sind dem kreativen, engagierten und vorausschauenden Wissenschaftler und Hochschullehrer dankbar für seine herausragenden Beiträge. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

Technische Universität Dortmund

Die Rektorin
Universitätsprofessorin Dr. Ursula Gather

Der Dekan der Fakultät für Mathematik
Universitätsprofessor Dr. Stefan Turek


Schnupper-Uni 2004

Vom goldenen Schnitt (1200) zum Alexanderplatz in Berlin (2004)

(Donnerastag, 26.08.2004, 12:00-13:00, Campus Nord, Mathematikgebäude, E23)

Wer weiß schon, dass man mit Mathematik auch gestalten kann? Beweis hierfür ist das am Lehrstuhl für Mathematik II entwickelte Konzept zur Pflasterung des Alexanderplatzes in Berlin. Die Wissenschaftler entwarfen ein Design, das auf einem Dreieckmuster beruht und verlegt mit vier verschiedenen Formen ein nichtperiodisches Muster ergibt. In dem Vortrag wird die Zahl τ des goldenen Schnittes mittels Gleichungen bestimmt und der Zusammenhang mit den Penrose-Pflasterungen und Verbindung zur 4-Stein Pflasterung für den Berliner Alexanderplatz erklärt.

Download: Die verwendeten Folien Zusammenfassung (PS, PDF) und der Gesamtvortrag (PS, PDF) vorgetragen mit pspresent und das Handout (PS, PDF) stehen zum download zur Verfügung.

Stefan Kühling

Was heißt "quasiperiodisch und wozu ist dieser Begriff gut?

(Donnerastag, 02.09.2004, 14:00-16:00, Campus Nord, Mathematikgebäude, E23)

Wer weiß schon, dass man mit Mathematik auch gestalten kann? Beweis hierfür ist das am Lehrstuhl für Mathematik II entwickelte Konzept zur Pflasterung des Alexanderplatzes in Berlin. Die Wissenschaftler entwarfen ein Design, das auf einem Dreieckmuster beruht und verlegt mit vier verschie-denen Formen ein nichtperiodisches Muster ergibt. Im ersten Teil des Vortrags wird die Zahl τ des Goldenen Schnittes mittels Gleichungen bestimmt und der Zusammenhang mit den Penrose-Pflasterungen und Verbindung zur 4-Stein Pflasterung für den Berliner Alexaderplatz erklärt. Ausgehend vom LAUE-Diagramm befasst sich der zweite Teil des Vortrags mit (2-und) 3-dimmensionalen Quasikristallen mit exotischen Eigenschaften und schallschluckenden Wandbelägen für Konzertsäle (mit Modellen).

Download: Der Großteil der verwendeten Folien/des Handouts stehen zum download zur Verfügung: Teil 1 (PS, PDF) und Teil 2 (PS, PDF).

Ludwig Danzer


Publikationen (rückwärts bis 1989):

[11]

A species of planar triangular tilings with inflation-factor sqrt(-tau). Submitted to Discrete and Computational Geometry. Together with G. van OPHUYSEN.
[10]


18 markierte Würfel, mit denen der Raum nur nichtperiodisch gepflastert werden kann. Erscheint in der Festschrift zum 60. Geburtstag von Erich Wittmann. S. 45 - 61 (Klett, voraussichtlich noch 1999).
  [9]

Upper Bounds for the Lengths of Bridges on Delone Sets. The Fields Institute Monographs, Vol. 10 (Ed. J. Patera), 179-191 (1998).
  [8]


Delone Graphs; some Species and Local Rules. In: The Mathematics of Long-Range Aperiodic Order (Ed. R. V. Moody), 85-114; Kluwer 1997. Together with N. DOLBILIN. (Invited paper NATO conference Waterloo, Can. 1995)
[7b]

A Construction of Inflation Rules Based on n-Fold Symmetry. Discrete and Comput. Geom. Vol 15 (1996), 221-236. Together with K.-P. NISCHKE.
[7a]

A construction of inflation rules based on n-fold symmetry. Proc. Internat. Conf. on Aperiodic Crystals; Aperiodic '94 (Ed. G. Chapuis), 18-24 World Scientific 1995.
  [6]
A family of 3D-spacefillers not permitting any periodic or quasiperiodic tiling. Ibidem 11-17.
  [5]

A new decoration of the Socolar-Steinhardt tilings; an initial model for quasicrystals. Symposia Gaussiana, Conf. A (Ed. Fritsch et al.), 377-389, 1995. Together with A. TALIS.
  [4]

Strictly local growth of Penrose patterns. J. Physics A; Math. Gen. Vol. 28 (1995), 281-290. Together with G. van OPHUYSEN and M. WEBER.
  [3]


Full equivalence between Socolar's tilings and the (A,B,C,K) - tilings leading to a rather natural decoration. Internat. J. modern Physics B, Vol. 7 (1993), 1379-1386. Together with Z. PAPADOPOLOS and A. TALIS.
  [2]

Quasiperiodicity; Local and Global Aspects. Lecture Notes in Physics Vol. 382; Group Theoretical Methods in Physics; (Proc. Moscow, USSR 1990, Ed. V. V. Dodonov, V. I. Man'ko)(1991), 561-572.
  [1]

Three-dimensional analogs of the planar Penrose tilings and quasicrystals. Invited paper Discrete Math. Vol. 76 (1989), 1 - 7.